Input für die Seele / 13.04.2020

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1. Korinther 13, 13

Schau das Video: https://youtu.be/WxNNqZDE-EI

Das Wort „Liebe“ geht uns oft schnell über die Lippen. Aber selten hat für mich dieses Wort so viel an Macht gewonnen wie in den letzten Tagen. In unserem Trauvers heißt es „Liebe ist stark wie der Tod.“. Liebe ist genauso endgültig, unumgänglich, unausweichlich wie der Tod. So wie der Schatten des Todes zurzeit diese Welt in Atem hält, wie uns Angst vor Ansteckung lähmt und unsere Wirtschaft auf den Kopf stellt. Die Liebe bleibt. Sie behält das letzte Wort, auch in der Isolation. Eine Liebe, die sich aufopfert für die Freunde und sogar den Tod besiegt. Das feiern wir an Ostern. Einen Schöpfer, der uns in Leben geliebt hat und sein eigenes Kind für uns gab.
Unfassbar. Unerklärlich. Unumstößlich. Wie der Tod. Nur: die Liebe bleibt. Nicht der Tod. Ostern.

Jesus begegnet seinen Freunden nach Ostern noch einige Male. Eine Begegnung, die mich zutiefst berührt ist am Ufer des See Tiberias. Jesus wartet auf seine Freunde, die erfolglos die Nacht gefischt haben und grillt für sie am Ufer (Ja, Jesus grillt! Findet ihr in Johannes 21). Und dann stellt Jesus Petrus dreimal die entscheidende Frage. Die Frage, die sich jeder mindestens einmal in seinem Leben stellen muss. Die Frage, die Leben verändern kann und mit der so viel Erkenntnis zusammenhängt:
Hast du mich lieb?
Hast du mich lieb?
Hast du mich lieb?

Jesus fragt nicht: Bist du zuverlässig und pünktlich? Bist du verantwortungsbewusst? Kannst du gut mit Geld umgehen? Bist kreativ und engagiert? Hast du Erfahrung im Umgang mit Menschen? Kann ich auf dich zählen?

Jesus fragt: Hast du mich lieb? Und obwohl dieser Petrus gelogen hat als es drauf ankam, wird er zum Felsen und Leiter der ersten Gemeinde in Jerusalem, die später tausende von Mitgliedern zählte. Denn alles ist vergänglich. Corona ist vergänglich. Politik verändert sich. Medizin wird weiterentwickelt und was gestern noch als heilsam galt, kann morgen schädlich sein. Isolation wird aufhören. Jeder Streit endet irgendwann. Jede coolste Form der Jugendarbeit ist irgendwann von gestern. 

Aber die Liebe bleibt bis zuletzt. Über den Tod hinaus. Das feiern wir.

geschrieben von Damaris Seidel


Gebet:
Jesus, ich habe dich lieb! Danke, dass du mich liebst! Amen.

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